Weihrauch gehört zu den ältesten Kostbarkeiten der Welt. Schon seit 5000 Jahren wird er in der indischen Naturheilkunde eingesetzt und findet bis heute Verwendung. Da Weihrauch ein wichtiger Bestandteil von Gottesdiensten ist, führen viele den Geruch des Harzes auf kirchliche Rituale zurück. In Indien werden seit je her ganze Räume ausgeräuchert, um negative Energien zu bereinigen und die Seele zu heilen. Auch in Europa kommt Weihrauch vermehrt in den eigenen vier Wänden zum Einsatz, um für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen – meistens in Kombination mit Yoga oder Meditation, um die Konzentration und innere Ruhe zu fördern. Das Achten auf das eigene Befinden ist auch dringend nötig, denn Fakt ist, dass die Schnelllebigkeit der Moderne, Leistungsdruck und hektisches Getümmel auf den Straßen, den Körper verspannen und die Sinne verschließen. Wird nicht für einen regelmäßigen Ausgleich gegen den alltäglichen Stress gesorgt, macht der Körper schnell schlapp und wird für Erkrankungen zugänglich. Naturheiler sind schon lange von der heilenden Wirkung des Harzes überzeugt. Neueste Studien belegen zudem, dass Weihrauch – als Naturheilmittel – bei vielen schweren Krankheiten helfen und Symptome lindern kann. Bei rheumatischen Erkrankungen, Darmentzündungen, Hautkrankheiten, Asthma, Bronchitis oder anderen Erkrankungen soll Weihrauch wahre Wunder bewirken.


Doch was ist an Weihrauch so heilsam und woraus besteht er überhaupt? Untersucht man die Bestandteile des aus dem Weihrauchbaum (Boswellia serrata) entnommenen Harzes, so kann die heilende Wirkung von Weihrauch wissenschaftlich erklärt werden. Im Weihrauch-Extrakt sind nämlich etwa 200 Bestandteile enthalten. Aus medizinischer Sicht sind dabei die ätherischen Öle, die Boswelliasäuren, von Interesse. Die im Harz enthaltenen Säuren hemmen ein Enzym, das bei der Entstehung von chronischen Entzündungen eine Schlüsselrolle spielt. Weihrauchharz wird deshalb eingesetzt, um eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, zu erzielen. In Folge dessen beruhigt sich der Körper und die Schmerzen werden verringert. Für Mediziner gilt Boswellia als Alternative zu üblichen Schmerzmitteln – vor allem bei Rheuma. Im Gegensatz zu bekannten Entzündungs- und Schmerzmitteln erweist sich Boswellia als gut verträglich für Magen und Darm. Auch kann Weihrauch inhaliert werden, um Erkrankungen der Atemwege, wie etwa Bronchialasthma, zu heilen.


Trotz der wissenschaftlich nachweisbaren Wirkung sind Medikamente mit Weihrauchwirkstoffen selten in deutschen Apotheken zu finden. Doch eine breite Auswahl an reinen Weihrauchsorten gibt es in vielen Shops und auch online. Bevor es überhaupt zu Erkrankungen kommt, sollte dem Körper und der Seele gutgetan werden. Neben Yoga oder Meditation und gesunder Ernährung bringen wohltuende frische Düfte Ruhe und Harmonie in die eigenen vier Wände – an dem Ort, wo es darauf ankommt abzuschalten und zu entspannen. Schließlich gilt: Nur wer langfristig gekonnt entspannt, bleibt auch lange gesund.