Das auch Olibanum genannte Harz des echten Weihrauchbaumes Boswellia sacra Flueck. ist eine Absonderung, die der Baum natürlicherweise zur Heilung von Verletzungen der harzführenden Rindenschicht freisetzt.

Bei der Weihrauchproduktion werden diese Verletzungen künstlich herbeigeführt, um das Weihrauchharz in ausreichender Quantität zu gewinnen.

Die Qualität des Weihrauchharzes bestimmt sich am Anteil der ätherischen Öle bzw. der Boswelliasäuren und variiert je nach Bodenbeschaffenheit und Klima am Standort des jeweiligen Baumes.

Die Boswelliasäuren machen den Weihrauch erst so wertvoll bei seinem Einsatz als medizinisches Heilmittel und als Desinfektionsmittel.

Das Weihrauchharz kann anhand der nachfolgenden Qualitätsmerkmale beurteilt werden:

  • Geruch und Duft
  • Geschmack
  • Chemische Zusammensetzung
  • Größe
  • Farbe
  • Form
  • Konsistenz
  • Reinheit
  • Brennbarkeit
  • Löslichkeit
  • Kauprobe
  • Bezeichnung

Aber schon die Bezeichnung des Weihrauchharzes macht es uns nicht einfach.

Es gibt leider keine klar definierte allgemeingültige Bezeichnung für das Weihrauchharz. Vielmehr existieren zahlreiche Synonyme und Kunstnamen, die eine eindeutige Klassifizierung des Harzes erschweren oder verhindern. So existieren im deutschen Sprachgebrauch Bezeichnungen wie Weihrauch, Räucherharz, Duftharz, Räucherwerk oder Olibanum.

 

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